🇩🇪 Omegon Segugio Tracker X Evo
- Einleitung
- Lieferumfang
- Aufbau und Ausrichtung
- Bedienung und Tipps
- Sicherheit und Pflege
- Fehlerbehebung und technische Daten
- Copyright/Impressum
Einleitung
Danke für den Kauf des Segugio Tracker X Evo. Du wirst viel Freude bei der Astrofotografie mit ihm haben.
Für erste Schritte kommst du mit dem beigelegten Quick Start Guide aus. Hier beschreiben wir den Tracker etwas genauer und erklären an Beispielen, wie er eingesetzt werden kann.
Schon erkannt? Das Produktlogo zeigt einen netten Hundekopf, der nach links schaut. Denn "Segugio" ist italienisch und heißt "Jagdhund" - so wie ein Sternbild am Himmel (neben dem Großen Hund). Den Namen haben seine zwei Entwickler der Fotonachführung gegeben. Beide sind Ingenieure und Amateurastronomen. Sie stellen den Segugio Tracker selbst in Italien her und programmieren die zugehörigen Apps.
Wenn dir etwas auffällt, was am Produkt verbessert werden kann, schreib uns gern unter info@omegon.eu
Lieferumfang
Der Segugio Tracker hat diese Anschlüsse:
- 3/8-Zoll-Fotogewinde; Vixen-style und Arca-Swiss kompatible Schiene. Anders als hier abgebildet muss ein Kugelkopf mit Arca Swiss Klemme um 90° gedreht werden.
- Aufnahme mit Nockenprofil für Laserpointer oder Polsucherfernrohr (beides nicht im Lieferumfang)
- 3/8-Zoll-Fotogewinde für Kugelkopf (Ein Kugelkopf wird nicht mitgeliefert)
Darüber hinaus:
A) Ein-/Ausschaltknopf
B) Ladeanschluss
C) Kamera-Auslöseanschluss
Mitgeliefert werden:
- Ladekabel USB-A zu Hohlstecker (für B)
- Adapter 2,5mm zu 3,5mm Klinkenstecker (für C)
- Transporttasche
Aufbau und Ausrichtung
Montiere den Segugio Tracker parallaktisch auf einem Stativ. Dafür sind eine Polhöhenwiege und ein Polsucher (oder Laserpointer) hilfreich. Packe den Kugelkopf und die Kamera auf den Segugio, bevor du die Polhöhenwiege genau einstellst. Denn das Gewicht der Kamera kann die Einstellung beeinflussen.
Eine parallaktische (auch "äquatoriale") Montierung hat eine Drehachse, die parallel zur Erdachse eingestellt wird. Auch kleine Fotomontierungen gehören zu diesem Typ. Man kann diese sog. "Rektaszensionsachse" nicht ausreichend genau per Hand ausrichten. Deshalb ist eine kleine Prozedur nötig. Wir empfehlen als Vorgehen zur Polausrichtung:
- Mach dich mit den Schrauben vertraut, die für die Ausrichtung da sind. Sie gehören zur sog. "Polhöhenwiege". Bei Fotomontierungen ist das oft ein separates Teil, bei Teleskopmontierungen ist die Wiege unten an der Montierung fest angebaut. Für die horizontale Drehung (Azimut) gibt es meistens zwei gegenüberliegende Schrauben, bei denen du gleichzeitig eine lockerer und die andere fester drehen musst. Für die Neigung (Altitude) können es zwei oder eine Schraube sein. Zusätzlich gibt es da oft noch eine Klemmschraube, die du vor der Einstellung öffnest und danach vorsichtig klemmst.
- Grob kannst du die Achse mit einem Kompass und mit Hilfe der geographischen Breite deines Standorts ausrichten. Die Neigung zwischen Horizont und Achse entspricht dem Breitengrad.
- Für Astrofotos brauchst du aber etwas mehr Genauigkeit. Deshalb nutze ein Polsucherfernrohr, einen Laser (oder eine Ausrichtmethode per Software. In Astrofoto-Programmen heißt diese Funktion Polar Alignment. Sie läuft meistens Schritt für Schritt, wir können hier leider keine allgemeine Anleitung dafür liefern.)
Die Methode mit Polsucher läuft so: - Fotografierst du mit bis zu 50mm Brennweite, dann reicht es meist aus, wenn die Rektaszensionsachse direkt auf den Polarstern zeigt. Blicke durch den Polsucher und drehe an den Einstellschrauben, bis das Fadenkreuz den Polarstern verdeckt.
- Für höhere Genauigkeit ist wichtig, dass der Polarstern nicht genau am Himmelsnordpol steht. Deswegen hat dein Polsucherfernrohr eine Kreis-Skala. Nutze am besten eine App (such nach "Polar Finder") oder einen Onlinedienst (z.B. https://takahashi-europe.com/support/polaris-finder/), die genau anzeigen, in welcher Richtung der Polarstern auf dieser Skala stehen muss. Beachte: die Polsucher-Fernrohre drehen das Bild um 180°! (bei Takahashis Polaris Finder ist das schon berücksichtigt).
Richte die Kamera vorsichtig aus, du willst ja die Polausrichtung behalten.
Wenn du das Gefühl hast, dass durch die Bedienung etwas verrutscht sein könnte, oder wenn du irgendwo dagegen gestoßen bist, kontrolliere die Polausrichtung am besten noch einmal.
Bedienung und Tipps
Drücke die Taste (A) kurz. Das schaltet den Tracker ein. Der Rand der Taste leuchtet schwach. Du kannst jetzt:
- Die Smartphone-App verbinden - schau dir dazu unsere Beispiele unten an. Du kannst die Apps hier installieren:
Android-App
iPhone / iPad-App - Die Taste nochmal drücken. Das Licht pulsiert. Dann läuft Segugio nach ca. 15 Sekunden mit Sterngeschwindigkeit, auch ohne App-Verbindung. Du kannst die Kamera direkt auslösen. Am besten mit Fernauslöser oder Selbstauslöser, um die Kamera nicht zu berühren. Ein neuer kurzer Tastendruck stoppt den Tracker.
Zum Ausschalten: Taste lang drücken, bis das Licht erlischt.
App-Bedienung
Zuerst: Bluetooth verbinden. Es ist nicht nötig, ein Pairing durchzuführen!
Es kann ja sein, dass die Bluetooth-Verbindung unterbrochen wird. Keine Sorge, der Tracker bleibt aktiv und arbeitet einmal gestartete Einstellungen zuverlässig ab. Das Smartphone kann auch außer Reichweite kommen oder ausgeschaltet werden.
Einfach die Segugio X App öffnen und rechts unten auf "Bluetooth" drücken | Tracker antippen, kurz warten... | ... bis Verbindungssymbol grün leuchtet. |
Übrigens: Der 💡 Button schaltet die App in den dunklen Modus: |
Tracking ohne Kamera-Steuerung (bzw. Auslösung direkt an Kamera)
Kreis-Regler ganz rechts herum einstellen (so dass "infinite" angezeigt wird) | Auf ▶️Button drücken: Der Tracker initialisiert sich ein paar Sekunden, dann wird "Nachführung läuft" angezeigt. |
Tracking mit Kamera-Auslösung
Dazu muss die Kamera mit einem Auslösekabel mit dem Klinkenanschluss des Segugio Trackers verbunden sein.
Kreis-Regler auf die gewünschte Belichtungszeit einstellen: ⚠️ An der Kamera muss natürlich die gleiche Belichtungszeit eingestellt sein! | Auf das Serien-Symbol tippen, die Parameter einstellen und auf 🗸 Aktivieren drücken: | Auf ▶️Button drücken: Der Tracker initialisiert sich ein paar Sekunden und arbeitet dann: Wenn alle programmierten Aufnahmen ausgelöst wurden, schaltet sich die Nachführung des Segugio automatisch ab. |
Weitere Symbole und ihre Bedeutung:
Zur Auswahl der Drehgeschwindigkeit (2x, 4x und 8x sind für Zeitraffer-Aufnahmen verwendbar)
Zur Auswahl der Nachführrate: Stern-, Mond- oder Sonnengeschwindigkeit
Zum Fernsteuern einzelner Aufnahmen ohne Nachführung (hier greifen die Einstellungen nicht, die mit dem Serien-Symbol getroffen werden)
Sicherheit und Pflege
Benutze zum Aufladen nur das mitgelieferte USB-Kabel!
Falls das Gerät sich erhitzt oder seltsam riecht oder etwas anderes auf einen Defekt der Batterie hindeutet, benutze es nicht mehr und lagere es in einem feuerfesten Behälter fern von brennbaren Materialien.
Dass du es nicht anzünden, untertauchen oder zerquetschen solltest, weißt du sowieso. Öffnen ist auch tabu! Wenn etwas defekt ist, wende dich an deinen Händler.
Pflege
Zum Reinigen reicht ein feuchtes Tuch.
Halte das Gerät trocken. Tau oder Reif hält es natürlich aus, sollte nach dem Einsatz aber wieder an Luft trocknen. Lagere es bei Zimmertemperatur.
Lade den Akku alle paar Monate, auch wenn du das Gerät nicht benutzt hast. Benutze zum Aufladen nur das mitgelieferte USB-Kabel!
Fehlerbehebung und technische Daten
Einschaltknopf reagiert nicht? Lade den Akku auf.
Bluetooth-Verbindung klappt nicht? Prüfe bitte folgendes:
- Ist am Smartphone Bluetooth ausgeschaltet?
- Ist ein anderes Gerät mit dem Segugio Tracker verbunden?
- Ist der Akku aufgeladen?
Sterne sind auf den Fotos strichförmig oder verzogen? Mögliche Ursachen sind:
- Schlechte Polausrichtung. Befolge unsere Hinweise weiter oben. Es kann auch mal sein, dass ein Stativbein in der Wiese einsinkt oder ähnliches - ein kurzer Blick durch den Polsucher verschafft Klarheit.
- Zu viel Traglast auf dem Tracker: Prüfe zuerst, ob du die Kamera etwas besser ausbalanciert montieren kannst. Zum Beispiel indem du die Wechselplatte im Kugelkopf verschiebst. Wenn das nicht reicht, kannst du die Motorleistung in den Einstellungen etwas erhöhen. Denke daran, sie wieder zu reduzieren, wenn du eine leichtere Kamera montierst. Wenn auch das nicht hilft, ist dein Setup vielleicht einfach zu schwer.
- Schwacher Akku
Andere Probleme? Egal wie schwer, melde dich unter info@omegon.eu - wir helfen gern.
Temperaturbereich: -5°C bis 40°C
Traglast: bis ca. 4 kg
Gewicht: 650g (ohne Kugelkopf und Polsucher)
Bluetooth-Reichweite 10m, Signalstärke: bis +6dBm RF, Empfindlichkeit -80dBm
Copyright/Impressum
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